Radioteleskop

Astronomische Objekte geben Energie in Form elektromagnetischer Wellen im gesamten Wellenlängenspektrum ab. Dabei wird hochenergetische, sehr kurzwellige Gamma- und Röntgenstrahlung ebenso ausgestrahlt, wie längerwellige und damit energieärmere Strahlung wie sichtbares Licht, die noch längerwellige Infrarot- und Mikrowellenstrahlung und die noch energieärmeren Radiostrahlung.

Radiostrahlung hat ihren Namen daher, das der Mensch elektromagnetische Strahlung in diesem Wellenlängenbereich zur Funkübertragung nutzt.

Die Erdatmosphäre absorbiert oder streut die von astronomischen Objekten ausgestrahlte elektromagnetische Strahlung bei deren Eintritt. Wobei diese Prozesse je nach Wellenlänge unterschiedlich stark sind. Im Bereich von Licht und der kurzwelligen Infrarotstrahlung und für langwellige Strahlung im Radiowellenbereich ist die Erdatmosphäre für elektromagnetische Strahlung relativ gut durchlässig, wie nachfolgende Abbildung gut verdeutlicht. Durch diese „Atmosphärische Fenster“ können astronomische Objekte besonders gut beobachtet werden.

Grafik verändert nach https://de.wikipedia.org/wiki/Atmosphärisches_Fenster (aufgerufen am 24.09.2017)

Durch das 3-Meter-Radioteleskop der Hans-Haffner-Sternwarte wird also neben dem optischen atmosphärischen Fenster für Schüler und Studenten ein weiteres Fenster ins Weltall aufgestoßen.

Deshalb begann im Jahr 2013 die Planung zur Erweiterung der Sternwarte um ein Radioteleskop. Nachdem die Finanzierung des Radioteleskops dank der großzügigen Unterstützung durch die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung gesichert war, konnte die Planung des dafür nötigen Anbaus angegangen werden, dessen Finanzierung durch die Unterstützung der Klett-Stiftung sichergestellt wurde.

Die praktische Umsetzung dieses Projekts wurde wie die Realisierung der Sternwarte realisiert: durch außergewöhnlichen, unermüdlichen Einsatz zahlreicher Schülerinnen und Schüler und mit der großen Unterstützung von Firmen und Handwerksbetrieben aus der Umgebung.

Besonders möchten wir uns bei folgenden Personen und Firmen bedanken, die uns unentgeltlich oder zu Sonderkonditionen unterstützt haben:

Ohne diese Personen und Betriebe wäre das niemals möglich gewesen!

Herzlich bedanken möchten wir uns auch bei der Gemeinde Hettstadt, die uns wieder äußerst freundlich und hoch kompetent bei den Planungen und Bauanträgen unterstützt hat. Vielen Dank für die Unterstützung auch an das Landratsamt Würzburg.