Projekt: Venusfliegenfalle - Phytosensorik

Die Carnivorie der Fliegenfalle und das außergewöhnliche Äußere machen diese Pflanze zu einem einmaligen Untersuchungsobjekt, das jedoch nach Erstbeschreibung durch Charles Darwin und Julius von Sachs bisher auf molekularer Ebene unerforscht blieb. An Dionaea soll der Zusammenhang zwischen Beuteerkennung (Tastsinn), Beutewahrnehmung (Geschmacksinn) und Abgabe des Verdauungssafts (Sekretion) erforscht werden.

Dazu arbeiten Schüler des Friedrich-Koenig-Gymnasiums und des Johann-Schöner-Gymnasiums (Karlstadt) zusammen mit Wissenschaftlern des Julius-von-Sachs-Insituts für Biowissenschaften der Univerität Würzburg.

Das hierfür genutzte experimentelle Repertoire umfasst neben modernen Methoden der Molekularbiologie, Biochemie und Mikrobiologie auch Methoden der chemischen Analytik. Des Weiteren kommen elektrophysiologische Arbeitstechniken zum Einsatz. Das Arbeiten mit einer Sinnespflanze ermöglicht die Erforschung sinnesphysiologischer Zusammenhänge ohne Tierversuche. Die Schülerinnen und Schüler erforschen unter Anleitung von erfahrenen Wissenschaftlern und unterstützt von Lehrkräften fundamentale biologische Prozesse. Dabei nehmen sie aktiv an allen Schritten des naturwissenschaftlichen Erkenntnisprozesses teil und lernen verschiedene moderne Methoden der Naturwissenschaften kennen. Durch das selbsttätige Experimentieren wird bei den Schülern die Begeisterung für die Naturwissenschaften geweckt bzw. gestärkt. Darüber hinaus werden sie durch die im Rahmen dieses Projekts eingesetzten gentechnischen Methoden auch in die Lage versetzt, sich in der öffentlichen Debatte zur Gentechnik selbst eine eigene Meinung zu bilden und so aktiv am politischen Meinungsbildungsprozess teilzunehmen.Die experimentellen Arbeiten finden hauptsächlich im Naturwissenschaftlichen Labor für Schüler am FKG statt. Komplexere Experimente werden an der Universität durchgeführt.